Vita

“Und wie kommst Du da rein?”

… das fragte mein kleiner Neffe, als er mich das erste Mal im Radio hörte. Eine Frage, die viele KollegInnen kennen dürften… es scheint also immer noch irgendwie faszinierend zu sein, wenn aus den kleinen Geräten auf dem Nachttisch, in der Küche oder im Badezimmer Stimmen kommen. Kein Wunder also, dass ich vor gut dreißig Jahren genauso perplex vor dem Radio stand – und mir dachte: Da will ich auch rein!
Ein Berufswusch, der sich übrigens nie mehr geändert hat (abgesehen von der Phase, als ich Fährmann werden wollte – aber die hielt noch nicht mal einen Sommer). Und heute? Verdiene ich tatsächlich mein Geld, indem ich “irgendwas mit Medien” mache…:

 

2006-heute
Einstieg beim WDR. Bimediale Arbeit als Reporter und Autor für Hörfunk und Fernsehen. Und dabei erfüllt sich ein journalistischer Traum: endlich Geschichten über “Menschen von nebenan” erzählen – oft in Gegenden, in denen es noch für Aufsehen sorgt, wenn “das Fernsehen” mit der Kamera vorbeischaut (okay, diese Zeiten sind auch schon vorbei…). Daneben Online-Autor und Redaktionsleiter des Medienblogs “mediareloaded”

1999-2005
Sechs spannende Jahre beim Inforadio (erst SFB/ORB, dann rbb). Erster Bericht: ein Wasserrohrbruch mit Verkehrschaos am Alexanderplatz. Dann als Live-Reporter mit dem Ü-Wagen durch Berlin… toll! Nur das frühe Aufstehen ist eigentlich nichts für mich. Aber es sollte noch schlimmer kommen: Nachtschichten als Redakteur und Moderationen am ganz, ganz frühen Morgen. Regelmäßig als Reporter unterwegs, für alle Wellen des rbb und den ARD Hörfunk. Zuerst nervenaufreibend: verantwortlicher Redakteur vom Dienst und Sendeablaufredakteur – mit der Zeit kommen Routine und Ruhe. Als Redakteur im Studio bei wichtigen Ereignissen on air: 11. September 2001, CDU-Spendenaffäre, Papstbegräbnis, Bundes- und Landtagswahlen – und einiges mehr…

1998-1999
Ausbildung an der Berliner Journalistenschule, darf mich ganz offiziell “Redakteur an elektronischen und Print-Medien” nennen. Hospitanzen beim Berliner “Tagesspiegel” (Politik+Vermischtes, Berlin+Brandenburg), passend zum großen Relaunch unter Chefredakteur di Lorenzo (von Hausfarbe Gelb auf Rot – die älteren Berliner werden sich erinnern…), “Radio Eins” (ORB/SFB) und “Inforadio” (SFB/ORB). Direkt anschließend das Angebot vom Inforadio, als Reporter und redaktioneller Mitarbeiter dabei zu bleiben… da sage ich nicht Nein.

1992-1997
Studium an der Universität Münster: Politikwissenschaft, Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Angewandte Kulturwissenschaften, Organisation, Management. Schwerpunkte: Hörfunk-Journalismus, Krisen-PR, Mediensysteme Asiens. Das alles ist spannender (und praxisnäher), als man zuerst denken sollte…

1990-1992
Damit der Zivildienst nicht zu langweilig wird, Planung eines “Krankenhausradios”… scheitert allerdings an der Lustlosigkeit starken Arbeitsbelastung der Zivi-Kollegen. Dafür erste Moderationen und Beiträge für den “Offenen Kanal”.

1985-1990
Erste Versuche, Geschriebenes in der örtlichen Zeitung unterzubringen. Gelingt z.B. beim “Westfalenblatt”. Mehrere Versuche, in Projekten jüngere Mitschüler zur regelmäßigen Produktion einer Schülerzeitung zu motivieren. Gelingt mehr oder weniger. Ein ziemlich professionell gestaltetes Jugendmagazin scheitert nach zwei Ausgaben an der Unkenntnis des Urheberrechts, die die ambitionierten aber unbedarften Verantwortlichen an den Tag legen (und einen Garfield-Comic ohne Verlagsgenehmigung abdrucken…) ;-) .

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